Historische Entstehung

Wie Funde aus der Urzeit und alte Urkunden beweisen, ist Saxen eine der ältesten Siedlungen des Unteren Mühlviertels. an mehreren Stellen unserer Gemeinde wurden Steinwerkzeuge und Tonscherben aus der Jungsteinzeit gefunden.
1989 und 1990 brachten Ausgrabungen in Saxendorf wertvolle Fundstücke aus der Bronze- und der Hallstattzeit zutage, die hier eine ehemalige bäuerliche Siedlung vermuten lassen.
So wurden außer sechs bronzezeitlichen Siedlungsgruben zwei hallstattzeitliche Gräber entdeckt, in denen je ein Frauenskelett, Bronzeschmuck, Gefäße, Tonscherben und Speisereste lagen.

Der Name Saxen stammt entweder vom altdeutschen Personennamen "Sachso" oder vom lateinischen Wort "saxum" für Fels.
Mit dem Felsen könnte der Reitberg gemeint sein. Die erste schriftliche Erwähnung des Namens fällt in das Jahr 823, als in einer Urkunde der fränkische Kaiser Ludwig der Fromme dem Bischof Waldrich von Passau die Schenkung zweier Kirchen in Saxen bestätigte.

Im Mittelalter bestand vermutlich in der Nähe von Hofkirchen eine Burg "Sechsen". Sie wird urkundlich mehrfach genannt und war ein landesfürstliches Lehen. Um 1380 wird zum Beispiel Wilhelm Hauser als Besitzer erwähnt, der zugleich auch Burgherr von Clam war.

Das Schloss "Saxental", das in der Topographie von G.M. Vischer aus dem Jahre 1674 aufscheint, lag direkt in Saxen. Es gehörte zur Herrschaft Clam und war ursprünglich ein Bauernhof, der "Brunhof". 1648 wurde dieser zu einem adeligen Sitz erhoben und zu einem Schloß ausgebaut. 1979 wurden die baufälligen Reste dieses Schlosses abgetragen, nur der ehemalige Schafstall steht noch.

Das noch bestehende Schloß Dornach war ursprünglich ein Gutshof, der von der damaligen Besitzerin Maria Therese von Thurn und Taxis um 1900 zu einem Schloß umgebaut wurde. Zuvor gehörte der Gutshof dem Notar Dr. Cornelius Reischl, dessen Enkelin Frieda Uhl die zweite Gattin des berühmten schwedischen Schriftstellers August Strindberg war.